FAQ’S

Fragen über Ausbildung/Studium in der Pflege

Du solltest eine Ausbildung in der Pflege absolvieren, wenn du dich erstens für dieses Berufsfeld interessierst und zweitens gerne mit Menschen arbeitest. Im Rahmen der Ausbildung wirst du feststellen, dass du selbst eine große Persönlichkeitsentwicklung durchlebst, da du oft an deine Grenzen kommst. Der daraus resultierende Lerneffekt fürs reale Leben ist hier sehr groß.

Neben der Pflege gibt es noch weitere spannende Berufsbilder im Gesundheitswesen, bei welchen du dazu beitragen kannst, dass die Lebensqualität des zu Pflegenden gesteigert wird. So kannst du beispielsweise in der Ergotherapie oder in der Zahnmedizin eine Ausbildung absolvieren.

Neben der klassischen Pflegeausbildung kann man unter anderem auch Pflegemanagement studieren. Dieses Studienfach eignet sich ideal für dich, wenn du dich für die administrativen Tätigkeiten im Krankenhaus oder anderen Pflegeeinrichtungen begeistern und dir auch vorstellen kannst, später eine leitende Position einzunehmen. Du kannst aber auch parallel zur Ausbildung studieren und/ oder Dozent:in an einer Pflegeschule werden.

Fragen über das Recht in der Pflege

Der gesetzliche Mindestlohn für Pflegefachkräfte soll unter anderem zum 01. Mai auf 13,90 Euro pro Stunde steigen. Im Dezember soll eine weitere Erhöhung stattfinden. Der Mindestlohn soll dann bei 14,15 pro Stunde liegen. Zudem wird die Impfpflicht für Pflegekräfte 2023 nicht weiter verlängert. Das bedeutet, dass ungeimpfte Pflegekräfte nicht mehr mit einem Berufsverbot rechnen müssen.

Diese Frage gehört zu den wohl meist diskutierten Fragen in der Pflege. Grundsätzlich kommt es da auf die gesetzlichen Regelungen im Tarifvertrag an. So kann es sein, dass du zwölf Tage durchgehend arbeiten musst und dann zwei/ drei Tage freihast. Schließlich hast auch du das Recht auf Erholung, um so deiner Arbeit gewissenhaft nachgehen zu können.

Wissenswertes über die Pflege

Die Pflege entstand damals aus der Notwendigkeit, kranke und/ oder schwächere Familienmitglieder zu versorgen. Den Pflegeberuf, so wie wir in heutzutage kennen, gab es demnach gar nicht als solchen. Man handelte stets im Sinne der Nächstenliebe und wurde für seine pflegerischen Tätigkeiten nicht entlohnt, auch wenn man andere Mitglieder aus der Gemeinschaft pflegte.

Prinzipiell gilt: Handschuhe sollen immer dann vom Personal getragen werden, wenn dieses in Kontakt mit Blut, Sekreten oder kontaminierten Gegenständen kommt. Auch zwischen verschiedenen Patient:innen müssen die Handschuhe grundsätzlich gewechselt werden.

Grundsätzlich verdienst du nirgends mehr in der Pflege, als wenn du dich selbstständig machst. Wenn du aber keine eigene Pflegeeinrichtung gründen möchtest, verdienst du als angestellte Pflegedienstleitung (PDL) oder im Qualitätsmanagement recht viel. Wenn du dich aber auch nicht in einer leitenden Position siehst, kannst du dich in einer Schönheitsklinik als Pflegefachkraft bewerben, da in den Privatkliniken tendenziell mehr gezahlt wird. Das liegt daran, dass du dort auch deutlich weniger Personal als in einem riesigen Krankenhaus vorfindest.

Ein weiteres Model in der Pflegebranche ist die Arbeitnehmerüberlassung, auch Zeitarbeit oder Leiharbeit genannt, über die wir hier ausführlich berichten.

In der Pflege wirst du tagtäglich mit den unterschiedlichsten Schicksalsschlägen konfrontiert. Wichtig ist hierbei, dass du über deine Gefühle mit einer Vertrauensperson reden kannst, damit sie dir nicht zur Last fallen. Zu manchen Patient:innen baut man eine tiefere Verbindung auf, was sich positiv auf den Pflegeprozess auswirken kann, jedoch ist es wichtig, im richtigen Moment auf Nähe und Distanz zu achten.

Pflege bedeutet, die zu pflegenden Personen aktiv auf ihrem Weg zu begleiten und tatkräftig dazu beizutragen, die Lebensqualität jedes Einzelnen zu steigern, sodass trotz Schicksalsschlag ein würdevolles Leben möglich ist. Zudem bedeutet Pflege, dass man stets ein offenes Ohr für seine Patient:innen hat und ihre Wünsche sowie ihren Bedürfnissen bestmöglich nachgeht.